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Knüpfen

Unter Knüpfen versteht man das Verbinden von Fäden durch die Knotentechnik. Knoten kennt man in der Geschichte schon sehr lange. Schon in der Steinzeit gab es Menschen, die sich Schlingen und Netze knüpften, um damit Tiere und Fische zu fangen. Man gebrauchte Knoten für das Zusammenbinden von Gegenständen. In der Antike entwickelte sich das Knoten oder Knüpfen von Ziergegenständen. Gewänder, Pferdedecken und Waffenröcke wurden mit dicht verknüpften Fransen verziert. Knoten wurden früher als Schrift, als Galgen oder als Wappen verwendet.

Das Knüpfen von Teppichen ist eine beliebte Handwerkskunst. Ein Teppich besteht aus bis zu über 1.000.000 Knoten pro Quadratmeter, die Qualität steigt mit der Anzahl der Knoten.

Für das Knüpfen von Teppichen braucht man einen Knüpfstuhl, Wolle und einen Knüpfhaken. Dann beginnt man mit dem Kelim. Hierzu werden einige Reihen Wollfäden eingewebt. Danach werden reihenweise über die gesamte Breite Knoten geknüpft. Es gibt zwei Sorten von Knoten, den Ghiordesknoten und den Semnehknoten. Für den Ghiordesknoten legt man den Faden über zwei Kettfäden, führt die beiden Enden nach hinten um die Kettfäden herum und zwischen ihnen wieder nach vorn. Nach jeder Reihe wird wieder ein Schussfaden eingebracht. Das Garn hierzu schneidet man gleich lang zu. Für einen Knoten kann man je nach Wunsch einen, zwei oder drei Fäden verwenden. Die Knoten werden dann von Reihe zu Reihe versetzt angeordnet.