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Töpferei

TöpfernDie Töpferei ist die älteste Methode zur Herstellung von Gefäßen. Die Arbeit mit geformtem Ton, der anschließend gebrannt wird, ist eine der ersten bekannten Handwerkskünste. Man hat bei Ausgrabungen Gefäße gefunden, die schon aus dem 8. Jahrtausend v.Chr. stammen. Heute wird die überwiegende Mehrheit von Steingut industriell hergestellt. Das Handwerk Töpferei ist eher den Sparten Kunst und Hobby zugeordnet worden.

Töpferton ist ein kalkhaltiger Ton im Niedertemperaturbereich bis ca. 1050 °C. Meistens ist er rot brennend, da er oft eisenhaltig ist. Töpferton ähnelt Terrakotta aus der Toscana, dessen Basis Kalkmergel ist. Fertigen Tonmassen werden unterschiedliche Zutaten beigemischt, um die Farbe, den Schmelzpunkt und die Plastizität zu ändern. Außerdem kann man so die Faktoren zugunsten des Zwecks in der Fertigung abändern.

Beim Töpfern wird der feuchte Ton geformt und anschließend gebrannt. Dabei gibt es unterschiedliche Techniken. Bei der Aufbautechnik werden Tonfladen zusammengesetzt und die Ãœbergänge geglättet. Bei der Wulsttechnik werden dünne Stränge ringförmig übereinander geschichtet. Das Formen an einer Töpferscheibe erfordert viel Geschick, weil der Klumpen schnell gedreht wird und dabei mit Hilfe von den Händen oder Schablonen in ein Gefäß geformt wird. Nach dem Formen werden die getrockneten Werkstücke gebrannt. Dazu sind Temperaturen von 450 ° C bis über 1280 °C erforderlich. Nach dem Brennen und abkühlen ist das Tongefäß wasserundurchlässig und kann nach Wunsch weiter durch Glasieren oder Bemalen verändert werden.