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Weben

Fast jeder kann sich an das Weben auf dem kleinen Webrahmen in seiner Schulzeit erinnern. Wie gerne haben wir mit Wolle experimentiert und waren sehr stolz auf unseren kleinen Erfolg.

Wie funktioniert das Weben nochmal?

Weben ist die Verkreuzung zweier Fadensysteme, die im rechten Winkel zueinanderstehend miteinander verflochten werden. Darin besteht der Unterschied zu anderen textilen Techniken wie Stricken oder Häkeln, denn die werden mit nur einem Faden gearbeitet.

Das eine Fadensystem “das nennt man Kette - wird in einen Webstuhl gespannt, damit das andere Fadensystem“ der Schuss “zwischen die Kettfäden eingetragen werden kann. Der Kettfaden und der Schussfaden werden rechtwinklig miteinander verkreuzt, wobei der Kettfaden den Träger bildet. Damit das gelingt, muss am Webstuhl eine Vorrichtung vorhanden sein, die es ermöglicht, dass abwechselnd ein Teil der Kettfäden angehoben wird, während der andere Teil gesenkt wird, sodass ein Fach entsteht, durch welches der Schütze (wir erinnern uns daran, dass der Lehrer das Schiffchen nannte!) geführt werden kann. Dieses Vorgehen ist natürlich viel aufwendiger, als man es in so kurzen Worten beschreiben kann. Das, was dann durch dieses Weben entsteht, bezeichnet man als Gewebe, das kann sowohl ein Tuch oder Stoff, als auch andere Produkte sein, wie z. B. Teppiche oder Tapeten. Man unterscheidet im Wesentlichen drei Arten von Bindungen von Kette und Schuss. Das ist einmal die Leinwandbindung, der Köper und die Atlasbindung. Aus diesen drei Grundbindungen sind alle weiteren Bindungen entwickelt. Es gibt Hunderte von Möglichkeiten zur Veränderung und Mustererstellung.

Das Weben gehört zu den ältesten Handwerken der Menschheit. Schon im alten Ägypten wurden Gewänder gewebt. Gewebte Stoffe wurden im Laufe der Geschichte zu einem wertvollen Handelsgegenstand. In Europa begann in der Mitte des 15. Jahrhunderts die Weberei als Industriezweig aufzublühen. Viele Museen zeigen die hohe Kunst des Webens in früherer Zeit.